3. Juni 2018: Ausflug ins Valsessera-Tal

Erste Wanderung des Jahres im oberen Valsessera, von 9.15 Uhr bis ca. 17 Uhr. FÜR MITGLIEDER KOSTENLOS

Eisen und Silber zwischen Artignaga und Rondolere: Wälder, Almen und alte Metallverarbeitungsanlagen

Start: Bocchetto Sessera
Begehbarkeit: zu Fuß
Schwierigkeitsgrad der Route: Wanderung (mittlerer Schwierigkeitsgrad)
Schwerpunkte: Geologie, Geomorphologie, Archäometallurgie
Höhenunterschied: ca. 200 m
Geschätzte Länge: ca. 12 km

Programm: Treffpunkt ist um 9.15 Uhr in Bocchetto Sessera (1372 m ü. NN), an der Panoramastraße „Zegna“. Der Tag beginnt mit einer Einführung in die Geologie der Region, deren Geschichte zur Bildung von Lagerstätten aus silberhaltigem Bleiglanz, Chalkopyrit und Magnetit geführt hat, die im 16. bis 19. Jahrhundert abgebaut wurden. Dank der Förderung von Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten durch die Berggemeinschaft und die Denkmalschutzbehörde ist es nun möglich, zwei interessante archäometallurgische Stätten zu besichtigen: Rondolere und Opificio am rechten Ufer des Sessera, auf einem Weg, der durch Informationstafeln bereichert wird.Im Laufe des Tages lassen sich die verschiedenen Gesteinsarten beobachten, die die reiche geologische Geschichte der Gegend prägen und auch für den Bau der Gebäude verwendet wurden. Der gesamte Rundgang zeichnet sich durch die Vielfalt der Umgebung aus: mal ist man inmitten von Nadelbäumen, mal in einem weiten, offenen Tal mit Weiden und Almen, mal im Schatten eines Buchenwaldes.Von Bocchetto Sessera aus schlängelt sich der Weg über einen breiten, fast ebenen Feldweg durch den „Bosco del Sorriso“ (Wald des Lächelns) und wurde so konzipiert, dass er Erlebnismomente im Kontakt mit den verschiedenen Baumarten fördert, mit kleinen Informationstexten und Lesestationen für die Kleinsten. Nach dem Verlassen des Waldes erreicht man das schöne Tal der Alpe Artignaga (1.390 m ü. NN) mit seinen „Tegge“ – den typischen Hütten der Valsesser-Almen –, die gut renoviert und mit Blumen geschmückt sind. Hier ist eine Mittagspause mit mitgebrachtem Proviant vorgesehen.
Von der Artignaga führt der Weg bergab (ca. 200 m Höhenunterschied) zwischen alten Birken und Buchen, abwechselnd durch schattige und offenere Abschnitte, bis die Überreste der Bergwerksanlage in Sicht kommen, ein Zeugnis der Verarbeitung von silberhaltigem Blei-, Kupfer- und Eisenerz mit winzigen Anteilen an Gold. Nach der Besichtigung der Stätte führt der Weg weiter auf einem Pfad bis zu einem Wasserfall; etwas oberhalb ermöglicht eine Brücke die Überquerung des Flusses Sessera, um über einen breiten Forstweg die Weggabelung zu erreichen, die auf die Abbaustätte Pietra Bianca 1 hinweist, eine der Stätten, die mit dem Eisenabbau in Verbindung stehen: Hier taucht der Weg erneut in den Buchenwald ein, und man sieht den Eingang zu einer kleinen Magnetitlagerstätte, an deren Rand sich ein Felsblock befindet, an dem verschiedene Mineralisierungen zu erkennen sind. Von Pietra Bianca aus erreicht man in kurzer Zeit die Brücke „Casa del Pescatore“ (1194 m ü. NN) und anschließend die Stätte Rondolere, die über einen schönen Weg entlang der „Gora“ – einem alten Wasserkanal, der die Eisenverarbeitungsanlagen versorgte – erreichbar ist. In Rondolere befindet sich nämlich eine aus dem Jahr 1788 stammende Hüttenanlage zur Aufbereitung des Magnetit aus Pietra Bianca, und auch der Hochofen ist zu sehen, der Roheisen produzierte, das anschließend in den angrenzenden Gebäuden weiterverarbeitet wurde; da der vordere Teil des Hochofens eingestürzt ist, ist dessen innere Struktur deutlich zu erkennen. Diese Stätte hat einen wirklich außergewöhnlichen dokumentarischen Wert, da die Anlagen seit dem 18. Jahrhundert weder genutzt noch verändert wurden und somit ein greifbares Zeugnis eines vollständigen protoindustriellen Produktionszyklus darstellen. Nach der Besichtigung dieser letzten Stätte kehrt man nach Bocchetto Sessera zurück, indem man den Waldweg hinaufsteigt (ca. 200 m Höhenunterschied), entlang dessen man am Picknickplatz eine Pause einlegen kann, wo sich ein Brunnen und öffentliche Toiletten befinden.
Das Ende der Wanderung ist für ca. 16:30–17:00 Uhr vorgesehen.
Je nach Wetterbedingungen oder Streckenverlauf kann es zu Änderungen im Programm kommen.
Empfohlene Kleidung und Ausrüstung: Wanderkleidung (wasserdichte Jacke, Wanderschuhe)

Teilnahmegebühr für den Tag: 12 € / 8 € für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren / kostenlos für Kinder unter 8 Jahren. FÜR MITGLIEDER KOSTENLOS.
Für Informationen und Anmeldungen (bitte bis spätestens 18:00 Uhr am Vortag)
Mobil: +39 347 4474021

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Lesezeit: 3 minuti
Veröffentlichungsdatum: 22/05/2018
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