

Projekt
Geonet
Ein Interreg-Projekt zwischen Italien und der Schweiz zur Förderung des grenzüberschreitenden Geotourismus
GeoNet ist ein grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt, an dem die italienischen Gebiete Valsesia und Verbano Cusio Ossola sowie die Schweizer Gebiete Brig-Simplon und Binntal beteiligt sind, mit dem Ziel, das geologische Erbe der Alpen aufzuwerten.
Nicht nur Wintersport, sondern ein lange Zeit unterschätztes geologisches Erbe, das heute dank der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Parks und lokalen Akteuren wiederentdeckt und aufgewertet wird.
Das Projekt zielt darauf ab, ein integriertes Geotourismus-Netzwerk aufzubauen, das Gebiete, Erfahrungen und Wissen miteinander verbindet.
Besonderes Augenmerk wird auf Nachhaltigkeit undInklusion gelegt, und zwar durch die Erstellung neuer Informationsmaterialien wie Fotos, Videos und Audioguides, die darauf ausgelegt sind, die in unseren Bergen verborgene geologische Geschichte für alle zugänglich zu machen.
GeoNet ist ein vom Programm Interreg Italien – Schweiz finanziertes Projekt.
Die Wächter der Felsen
Derzeit entsteht der Dokumentarfilm „Die Wächter der Felsen: Eine mineralische Reise durch die Alpen und zu verborgenen Schätzen“, der sich mit Geostandorten, Kristallen und der Suche nach Mineralien in Italien und der Schweiz befasst.
Der Weg des verlorenen Goldes
Derzeit entsteht „Der Weg des verlorenen Goldes“, ein Dokumentarfilm, der die Geschichte der Goldsuche im Valsesia, im Ossola und im Kanton Wallis nachzeichnet – zwischen Bergwerken, Legenden und im Gestein verborgenen Entdeckungen.
Das schlafende Herz des Valsesia
Wir arbeiten derzeit an dem Dokumentarfilm „Das schlafende Herz des Valsesia“, der von dem Supervulkan erzählt, der vor 290 Millionen Jahren die Berge geformt hat, die wir heute kennen.
Die Orte
von GeoNet
Entdecken Sie das Projektgebiet und rufen Sie die Geostandorte über die interaktive Karte auf
Was leistet GeoNet?
GeoNet ist ein Projekt, das Regionen, Kompetenzen und Gemeinschaften miteinander vernetzt, um das geologische Erbe der Alpen aufzuwerten.
Durch konkrete Aktivitäten – von der Ausbildung über die Forschung bis hin zur Didaktik und Tourismusförderung – trägt das Projekt dazu bei, ein nachhaltiges, barrierefreies und inklusives geotouristisches Angebot zu schaffen , das für alle zugänglich ist.
Das GeoNet-Projekt fördert Schulungsmaßnahmen für Führer und Fachkräfte in den beteiligten Gebieten, um eine kompetente und sichere Begleitung der Besucher an den grenzüberschreitenden Geostätten zu gewährleisten. Die Kurse werden im Laufe des Projekts schrittweise entsprechend den Bedürfnissen der verschiedenen Stätten und Gebiete angeboten.
Ein erster bereits laufender Kurs ist der „Tourismusfachmann für Bergbau“, der sich auf den Bergbaupark von Kreas und die Minen von Gula im Valsesia konzentriert. Der Kurs vermittelt die notwendigen Kompetenzen, um Besucher sicher durch die Bergbaustätten zu führen, und verbindet dabei theoretische Ausbildung, Arbeitssicherheit sowie Kenntnisse in Geologie und lokaler Geschichte.
Der kostenlose, vom Interreg-Projekt Italien-Schweiz finanzierte Kurs umfasst insgesamt 76 Stunden, die sich auf Fernunterricht, Präsenzunterricht in Alagna Valsesia und praktische Aktivitäten vor Ort in den Bergbaustandorten verteilen. Die Kursdurchführung findet zwischen Mai und Juli 2026 statt.
GeoNet unterstützt Maßnahmen zur Instandhaltung, zum Schutz und zur Aufwertung von Geostandorten, von denen viele derzeit weder über eine strukturierte Verwaltung noch über eine angemessene Beschilderung verfügen. Ziel ist es, diese Orte sicherer, besser erkennbar und zugänglicher zu machen, auch durch die Einführung gemeinsamer Standards.
Eine Sammlung von 100 monografischen Datenblättern zu den Geostandorten des grenzüberschreitenden Gebiets, die als Instrument zur Wissensvermittlung und -verbreitung konzipiert sind. Die Monografien werden in Kürze ergänzt und können dann abgerufen werden.
GeoNet bringt die alpine Geodiversität im Rahmen von Exkursionen, die eine Reise durch Wissenschaft, Natur und die Entdeckung der Region ermöglichen, direkt zu Schülern und Gemeinden. An den ersten Ausflügen nehmen bereits 1.350 angemeldete Kinder teil, die die Standorte zwischen Valsesia und Val d’Ossola besuchen werden: Alagna-Kreas, Crodo-Uriezzo und das Geolab im Nationalpark Val Grande in Vogogna.
Neben den Schulausflügen ist auch ein Ausflug für Senioren geplant, um das Wissen über das geologische Erbe auf verschiedene Zielgruppen auszuweiten. Dies ist erst der erste Aktivitätszyklus: Das Projekt sieht eine schrittweise Erweiterung des Angebots vor, mit neuen Routen und neuen Teilnehmern, die in den kommenden Monaten einbezogen werden sollen.
Eine integrierte Marketingstrategie, die Geostandorte, Beherbergungsbetriebe, Reiseleiter und die lokale Gastronomie miteinander vernetzt und gemeinsame Pauschalangebote zwischen Italien und der Schweiz umfasst. Ziel ist es, das touristische Angebot saisonunabhängig zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in den beteiligten Regionen zu stärken.
Zum Aufbau dieses Netzwerks wird eine eigene Seite eingerichtet, auf der sich interessierte Unterkünfte und Akteure bewerben können, indem sie ihre Daten eingeben [→ Link zum Anmeldeformular]. Die gegenseitige Kommunikation zwischen den Partnern wird auch online stattfinden, durch gemeinsame Beiträge in den sozialen Medien, gegenseitige QR-Codes und gegenseitige Verlinkungen auf den jeweiligen Websites.
Mehrsprachige Materialien, einfache Sprache und digitale Tools, die darauf ausgelegt sind, das geologische Erbe für alle zugänglich zu machen, einschließlich Menschen mit motorischen oder sensorischen Behinderungen. Zu den geplanten Initiativen gehört ein multisensorischer Immersionsraum, in dem man das Erlebnis eines Besuchs der Geostandorte in Augmented Reality nacherleben kann. Weitere Informationen werden in Kürze verfügbar sein.
Die Projektpartner

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem italienischen Staat, dem Revolvingfonds, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Kanton Wallis im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI-A Italien–Schweiz kofinanziert.