GeoNet – eine grenzüberschreitende Reise ins Herz der Alpen

Soeben ist die im Rahmen des Interreg-Projekts Italien-Schweiz„GeoNet“ organisierte Networking-Veranstaltung zu Ende gegangen, bei der vier intensive Tage lang imUNESCO-Geopark Sesia Val GrandeVertreter von Institutionen, Tourismusakteure und Ansprechpartner von Naturparks ausItalien, der Schweiz und Frankreich zusammenkamen.

Eine internationale Tagung, die dem Austausch von Erfahrungen, Wissen und bewährten Praktiken zur Aufwertung der Geodiversität des grenzüberschreitenden Kulturerbes dienen soll. Das Projekt GeoNet, das vonder GAL Terre del Sesiaals federführender Partner geleitet wird, zielt auf die Schaffung einesbarrierefreien, integrierten und nachhaltigen geotouristischen Clusters ab, das die Geostandorte und Gebiete von geologischem und bergbaulichem Interesse zwischen dem Piemont und dem Kanton Wallis miteinander vernetzt.

Die Veranstaltung hat konkret gezeigt, dass unsere Berge nicht nur Ziele für Wintersport und Sommerwanderungen sind, sondernlebendige Orte der Geschichte, Wissenschaft und Kultur, die ein jahrtausendealtes geologisches Erbe bewahren, das es zu erzählen und aufzuwerten gilt, um einen vielfältigeren und bewussteren Tourismus zu fördern.

Die Reise begann am Montag, dem 20. Oktober, inVogogna, im Herzen des Nationalparks Val Grande, mit einer Begrüßung durch den Direktor Michele Zanelli und der Vorstellung der italienischen und schweizerischen Partner. Zu den Ehrengästen gehörte auch eine Delegation ausdem UNESCO-Geopark Chablais, die zusammen mit den Schweizer Partnern ausdem Binntal das Treffen mit einem wertvollen internationalen Beitrag bereicherte.

Das Programm verband Fortbildungsmaßnahmen, Exkursionen vor Ort und den direkten Austausch. Die Gruppe, bestehend aus Wander- und Reiseleitern, Geologen, Beamten und Führungskräften der Region Piemont, Beamten und Direktoren von Naturparks, lokalen Verwaltungsbeamten sowie Doktorandinnen der Universität Turin mit ihrem Dozenten Prof. Marco Giardino, besuchte symbolträchtige Orte wie dasGeoLab in Vogogna,den alten Moschini-Steinbruch, denSacro Monte von Varallo, dasWalser-Museum in Alagna,das Wissenschaftliche Institut Angelo Mossoauf2.890 m Höhe, denBergbaupark von Kreasund dieGeostandorte des Sesia-Supervulkans.

Jede Etappe wurde von Experten aus der Region geleitet, sodass wirnicht nur räumlich, sondern auch zeitlich auf eine Reise gehen konnten – von den geologischen Ursprüngen der Alpen bis hin zu den kulturellen Zeugnissen der ersten Walsergemeinden.

Nicht nur Felsen, sondern stille und unverzichtbare Protagonisten in der Geschichte der Gemeinschaften, die in Denkmälern, in der Kunst und in der Kultur präsent sind.

Die Veranstaltung war ein echtes Teambuilding-Erlebnis unter freiem Himmel, das durch einen ständigen Austausch von Ideen und Anregungen zwischen den beteiligten Geoparks geprägt war.

Die Veranstaltung im Historisch-Ethnografischen Museum der Bassa Valsesia inVilla Caccia(Romagnano Sesia) endetemit einer gemeinsamen Reflexion über die Zukunft des grenzüberschreitenden Geotourismus, der sich zunehmend an den Grundsätzen der Inklusion, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit orientiert.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die an dieser intensiven Erfahrung teilgenommen haben.

Ein besonderer Dank gilt:

  • Michele Zanelli, Direktor des Nationalparks Val Grande, zur offiziellen Eröffnung der Veranstaltung;
  • Marco Giardino, Dozent an der Universität Turin und wissenschaftlicher Koordinator des UNESCO-Geoparks Sesia Val Grande, für seinen kontinuierlichen wissenschaftlichen Beitrag während des gesamten Projekts;
  • Andreas Weissen, Projektleiter des Naturparks Binntal;
  • Carla Navarro, Vertreterin des UNESCO-Geoparks Chablais;
  • Roberto Veggi, Leiter der GAL Terre del Sesia,für seine wertvollen Beiträge und die Koordination der Initiative;
  • Elena Rame, Kuratorin der Verwaltungsbehörde der Sacri Monti, für die spannende Führung durch den Sacro Monte;
  • Ilaria Selvaggio undDiletta Zanella, Wanderführerinnen, für Führungen zu den Geostätten des Supervulkans;
  • Alice Freschi, Vizepräsidentin des Geotourismusverbands „Geoparco Sesia Val Grande“, anlässlich der Präsentation des Dokumentarfilms über den Supervulkan des Sesia;
  • Lucia Pompilio und Chiara Leonoris, Direktorin bzw. Geologin der Verwaltungsbehörde für die Schutzgebiete des Valsesia,für ihre Berichte über die Einbindung der Öffentlichkeit und der Schulen;
  • Elena Storta und Arianna Negri, Doktorandinnen an der Universität Turin;
  • Francis Fogarty, UNESCO-GeoparkSesia Val Grande, für seine Professionalität und Kompetenz bei der Übersetzung der Beiträge ins Englische;
  • Cristina Viani, GAL Terre del Sesia und UNESCO-Geopark Sesia Val Grande, für ihren wertvollen organisatorischen und technisch-wissenschaftlichen Beitrag während der gesamten Veranstaltung.

Vielen Dank an alle, die diese Veranstaltung zu einer konkreten Gelegenheit für Dialog, Lernen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit gemacht haben.

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Lesezeit: 3 minuti
Veröffentlichungsdatum: 28/10/2025
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