Scopetta
In Scopetta kommen die Verwerfungsmilonite der Insubrischen Linie vor.
Hier befindet man sich im Zentrum eines einen Kilometer breiten Gürtels stark verformter Gesteine, den Geologen als „Linea Insubrica“ bezeichnen. Die Anordnung der Gesteinsmineralien in dünnen Schichten (als „Foliation“ bezeichnet, da sie an ein Blattbündel erinnert) entstand durch die Reibung zwischen den beiden Kontinentalplatten im Laufe der letzten 30 Millionen Jahre.
Auf der linken Seite des Flusses wurden die Gesteinsschichten durch die Kollision der beiden Kontinentalplatten während der Entstehung der Alpen nach oben gedrückt. Auf der gegenüberliegenden Flussseite wurden die Gesteine aus einer Tiefe von etwa 30 km nach oben gedrückt und so verdreht, dass man entlang des Valsesia einen fast vollständigen Querschnitt davon sehen kann. Dort treten nämlich die tiefsten Teile dieses Krustenabschnitts zutage, während sich die Gesteine in der Nähe von Borgosesia vor etwa 282 Millionen Jahren während des Ausbruchs des Supervulkans an der Oberfläche gebildet haben.