Der Geopark Sesia Val Grande ist nun offiziell eine UNESCO-Stätte!
Am 17. November 2015 haben die 195 Mitgliedstaaten im Rahmen der 38. UNESCO-Generalkonferenz die Schaffung einer neuen offiziellen Bezeichnung, der „UNESCO Global Geoparks“, beschlossen. Dies ist Ausdruck der Anerkennung seitens der Regierungen weltweit, wie wichtig eine gemeinsame und moderne Bewirtschaftung geologischer und landschaftlicher Stätten ist.
Dieses neue Label formalisiert eine Beziehung zu den Geoparks, die bereits 2001 begründet wurde. Seitdem ist das weltweite Netzwerk der Geoparks auf 120 Gebiete weltweit angewachsen. Sie sind für die UNESCO zu einem immer wichtigeren Instrument geworden, um die Mitgliedstaaten und ihre Gemeinden in den Schutz und die Aufwertung des geologischen Erbes sowie in die nachhaltige Entwicklung der Gebiete einzubeziehen. Alle 120 Geoparks weltweit, die unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehen, wurden mit sofortiger Wirkung im Rahmen des neuen Schwerpunktprogramms anerkannt, gleichberechtigt mit dem Weltkulturerbe, den Biosphärenreservaten und dem immateriellen Kulturerbe. Somit gehört auch der Sesia Val Grande nun zu den UNESCO Global Geoparks.

Es sei daran erinnert, dass der Geopark Sesia Val Grande, der im September 2013 in das weltweite Netzwerk aufgenommen wurde, das Gebiet von 90 Gemeinden in vier verschiedenen Provinzen umfasst und sich vom Lago Maggiore bis zum Monte Rosa über ein Gebiet mit einzigartigen geologischen Merkmalen erstreckt, die die Kultur der Region tief geprägt haben. Gerade diese enge Verbindung zwischen Region und Kultur war ausschlaggebend für die positive Bewertung durch die Inspektoren im Sommer 2013. Diese einzigartige Verbindung zwischen Kultur und Region muss auch weiterhin der rote Faden der Aktivitäten des „neuen“ UNESCO-Geoparks sein.
Dies ist ein Neuanfang für den Geopark, der angesichts der neuen UNESCO-Anerkennung nun zur weltweiten Elite der kulturellen Spitzenleistungen gehört – was uns als Ansporn dienen soll, noch mehr für die Entwicklung unserer außergewöhnlichen Gebiete zu tun. Um diese Auszeichnung zu erreichen, gab es lange Diskussionen zwischen den Geoparks weltweit und mit der UNESCO, doch der Ansatz des Wachstums von unten und der Arbeit vor Ort wurde vom neuen Organisationsmodell voll und ganz übernommen. Die regelmäßigen Überprüfungen und Neubewertungen vor Ort werden fortgesetzt; sie spornen Verwaltungen, Gemeinden und Regionen dazu an, zusammenzuarbeiten, Spaltungen und Selbstbezogenheit zu überwinden und sich nicht einfach auf den Lorbeeren der UNESCO-Anerkennung auszuruhen.
Diese prestigeträchtige Auszeichnung, die das große Engagement der letzten Jahre bei der Gründung und Entwicklung des Geoparks würdigt, wird ein wertvolles Instrument zur Förderung und Aufwertung unserer gesamten Region sein. Ein weltweit anerkanntes und geschätztes Aushängeschild, das dank des globalen UNESCO-Netzwerks dazu beitragen kann, die Vorzüge der Region Alto Piemonte bekannt zu machen. Darüber hinaus ist das eigentliche Gründungsziel der Geoparks seit ihrer Entstehung die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete, die ohne geeignete Instrumente zum Schutz und zur Aufwertung Gefahr laufen würden, irreparabel beeinträchtigt zu werden. Ein weiterer wertvoller und wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist getan; nun ist es die Aufgabe der gesamten Region, diesen spannenden Weg mit immer mehr Energie und Leidenschaft fortzusetzen.