Musik und Geologie in Cavaglio
Musik und Geologie in Cavaglio – 16 Uhr, Kirche San Donnino (Valle Cannobin)
Bei dem einzigartigen Konzert, das vom Museumsnetzwerk „Rete Museale Alto Verbano“ gemeinsam mit dem Verein „Associazione Culture d’Insieme VCO“am Sonntag, dem 23. Juni, um 16 Uhr in derKirche San Donnino in Cavaglio veranstaltet wird,werden sichdie vom GeologenPaolo Millemacierzählten „Geschichten der Erde“unddie „Klangschwingungen“ der Steinflöten vonRossano Munarettoabwechseln und zu einem einzigen emotionalen Erlebnis verschmelzen.
Das Konzert soll die enge Verbindung zwischen der Geschichte der Erde und der des Menschen verdeutlichen. Es handelt sich um unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dieselbe Geschichte, deren Einheit durch die gemeinsame Sprache der emotionalen musikalischen Schwingung hervorgehoben wird.
Im Anschluss gibt es einen Imbiss, der vom Verein „Culture d’Insieme VCO“ angeboten wird.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Musei e Cultura tra Lago e Monti“, die von der Unione Lago Maggiore und der Fondazione Comunitaria VCO unterstützt wird.

Der Geologe: Paolo Millemaci
Er wurde 1962 in Cannobio (VB) geboren und erwarb am Istituto Contardo Ferrini in Verbania die Matura als Vermessungstechniker. Anschließend schloss er sein Studium der Geologie an der Staatlichen Universität Mailand ab und verteidigte seine Dissertation mit dem Titel „Geologie des Gebiets Brissago-Kanton Tessin CH“ unter der Betreuung von Prof. Attilio Boriani, einem profunden Kenner der Geologie des Seenmassivs.
Seit 1995 ist er als Freiberufler tätig und hat sich sowohl für Privatpersonen als auch für öffentliche Verwaltungen mit geologischen Aufgaben befasst und befasst sich weiterhin damit.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit arbeitet er seit mehr als einem Jahrzehnt mit den Grund- und Mittelschulen in Cannobio zusammen, wo er jedes Jahr Vorträge und Exkursionen zur Region durchführt. Darüber hinaus hat er an zahlreichen FAI-Veranstaltungstagen teilgenommen und dabei die Geologie des Cannobina-Tals vorgestellt. Seit 2017 ist er Kurator des Ethnografischen und des Geologischen Museums in Gurro (VB). Seit 2018 pflegt er als Kurator der Museen eine Zusammenarbeit mit den Mittelschulen des staatlichen Schulverbunds „Pietro Carmine“ in Cannobio und dem Gymnasium „Ferrini Franzosini“ in Verbania, bei der es um die Ausarbeitung von Projekten mit abschließender Veröffentlichung geht, die auf die Erkundung und das Studium jedes einzelnen Gebiets der Gemeinden des Cannobina-Tals abzielen. Bisher erschienen sind: „Calachina, das ‚Geisterdorf‘“ und „Gurro“. Derzeit arbeitet er an Cannobio und seinem Gebiet, worüber im nächsten Jahr ein Buch erscheinen wird.
Der Musiker: Rossano Munaretto
Nach seinem Studium an den Konservatorien von Turin und Alessandria bei Arturo Danesin bzw. Barbara Klein ist seine künstlerisch-musikalische Laufbahn geprägt von Solokonzerten sowie Auftritten in verschiedenen Kammer- und Orchesterformationen, darunter das Sinfonieorchester der RAI, das Orchester der Akademie „Stefano Tempia“ in Turin sowie als Referent und Interpret des Projekts „Il soffio della Terra: il legno e la pietra“ (Der Atem der Erde: Holz und Stein). Er gibt Konzerte mit äußerst seltenen Flötenarten aus Marmor, Onyx, Alabaster, Kristall und Keramik und hält multimediale Vorträge über die Erfahrung mit archäologisch inspirierten Flöten.
Das Prähistorisch-Ethnografische Museum „L. Pigorini“ in Rom war im Rahmen des „ArcheoFest“ Schauplatz einer seiner Performances. Im August 2018 präsentierte er den multimodalen Vortrag „Die etruskische Flöte: Vom Traum zum Klang“ sowie eine multimediale Performance mit Steinflöten im Etruskischen Museum der Villa Giulia in Rom und anschließend im Hypogäum der Volumni in Perugia.
Zahlreich sind die Veröffentlichungen von Kammermusikstücken, die veröffentlicht und unter einer CC-Lizenz verfügbar sind, sowie von Chillout- und Ambient-Stücken. Er war als Ausbilder für Lehrkräfte in den Bereichen Informatik und Multimedia im Bildungswesen, Tontechnik sowie Open-Source-Systeme und -Plattformen tätig.
Er hat das Sextett op. 9 von Filippo Gragnani sowie für die Accademia degli Etruschi in Bibbona „Ambienti sonori Etruschi“ aufgenommen, bisher unveröffentlichte Kompositionen, die vom Autor selbst aufgeführt wurden. Er ist der Initiator des TATLAS-Projekts sowie Förderer, Vermittler und aktiver Mitwirkender bei den damit verbundenen Aktivitäten.
In unseren nächsten Terminen:
Montag, 1. Juli – Cannero Riviera
20 Uhr –Mini-Katamaran-Kreuzfahrt„Ville dal lago“ bei Sonnenuntergang, geleitet von Caterina Zago, Reiseleiterin. Treffpunkt: Hapimag-Anlegestelle
Dienstag, 9. Juli – Ghiffa
21 Uhr –Hutmuseum–„Zwischen Romantik und Jugendstil“Vorstellung der Kartierung der Villen von Ghiffa und des historischen Kontexts mitmusikalischer Begleitung durch Francesco Facchini(Violine) – in Zusammenarbeit mit „Ghiffa in Musica“
Sonntag, 14. Juli – Oggebbio
17 Uhr –Dumera–Mittelalterliches Folk-KonzertmitMurmur Mori, Silvia Kuro (Gesang, Percussion), Mirko Volpe (Zither, Drehleier, Gesang), Matteo Brusa (Percussion), Alessandra Lazzarini (Querflöte, Piccoloflöte). Im Anschluss Aperitif in Zusammenarbeit mit Pro Loco Oggebbio.