Bergwerke am Bocchetto Sesserra
Im Herzen des oberen Valsessera, in der Nähe des Bocchetto Sessera, erstreckt sich ein Gebiet, das Natur und Geschichte vereint. Heute gehören diese Orte zur Oasi Zegna, doch in der Vergangenheit waren sie Schauplatz intensiver Bergbautätigkeit, deren Spuren entlang der Wanderwege noch heute sichtbar sind.
Der Bergbau reicht mindestens bis ins Spätmittelalter zurück und erlebte zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert seine Blütezeit. In diesen Bergen wurden Eisen, Kupfer, Blei und sogar geringe Mengen an Silber und Gold abgebaut. Die Bergwerke stellten eine wichtige Einnahmequelle für die lokale Wirtschaft dar, auch wenn die Gewinne im Vergleich zu den Abbaukosten nie besonders hoch waren.
Auf den Wanderwegen, die am Bocchetto Sessera beginnen, lassen sich Überreste von Stollen, Öfen und Verarbeitungsanlagen entdecken. Orte wie der Argentera oder das Gebiet um Rondolere zeugen von einer regelrechten vorindustriellen Tätigkeit, die heute von der Vegetation überwuchert ist. Im Laufe der Zeit hat sich die Natur diese Räume zurückerobert, ohne jedoch die Spuren der Vergangenheit vollständig zu verwischen.