Carlo-Genoni-Wanderweg zwischen Carcoforo und Macugnaga

Der Weg diente früher als Verbindungsweg zwischen dem Valsesia und dem Anzasca-Tal. Er wurde möglicherweise bereits im Mittelalter von den Hirten und Sennern der beiden Täler angelegt und wurde auch von Pilgern genutzt, die aus dem Kanton Wallis zur Wallfahrtskirche von Varallo Sesia zogen. In jüngerer Zeit wurde er zu einem Durchgangsweg für die „Goldgräber“, die auf der Suche nach den Goldadern waren, die im oberen Val Quarazzola zutage traten. Im letzten Jahrhundert wurden in diesem Tal dann mehrere Bergwerke eröffnet, und noch heute sind in der Nähe des Passes die Stollen und die zahlreichen Überreste der einstigen regen Bergbautätigkeit zu sehen. Daher leitet sich auch der Name „Passo della Miniera“ (Bergbaupass) ab.

Von Carcoforo aus folgt man dem Wanderweg Nr. 117 und kommt an der Alpe Le Coste, der Alpe Pasquè, der Alpe Giovanchera Bella, der Alpe sulla Sella und der Alpe Busacca vorbei. Weiter geht es in Richtung Alpe Badile, wo entlang des Weges in der Nähe der gleichnamigen Alm fünf Bergwerke zu sehen sind, in denen einst etwa 30 Bergleute arbeiteten. Nur wenige Minuten von den Bergwerken entfernt befinden sich die Ruinen ihrer Unterkünfte und eine verfallene Anlage zur Aufbereitung des geförderten Erzes, bestehend aus Trockenmauern, Mahlsteinen und einem vom Bach Giovanchera abgeleiteten Kanal. Die Bergwerke von Carcoforo waren nicht sehr ergiebig; zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Bergbau vor allem aufgrund des Wertverfalls des Goldes eingestellt. Je höher man steigt, desto rauer wird die Landschaft, die sich in der Nähe des Passo della Miniera schließlich in eine schroffe und wilde Landschaft verwandelt. Am Pass befindet sich die Gedenktafel für Carlo Genoni, einen Bergsteiger, dem der Weg gewidmet ist. Der Weg zum Passo della Miniera wird an einigen Stellen des ersten, felsigen Abschnitts durch Ketten und fest verlegte Seile erleichtert.

Fährt man weiter in Richtung Valle Quarazzola auf der Route B33, stößt man auf die Überreste der alten, vollständig aufgegebenen Goldminen. Zahlreiche Stollen und Abraumhalden direkt unterhalb des Passes zeugen von einst intensiver Bergbautätigkeit. Das geförderte Material wurde mittels Seilbahnen weiter talwärts bis zur „Città Morta“ (Crocette) transportiert. Der Weg führt hinunter zur Alpe Quarazzola di Sopra und zur weitläufigen Weide Quarazzola di Sotto (die man rechts liegen lässt), um schließlich die „Città Morta“, Crocette, zu erreichen, wo die Überreste der alten Anlagen zur Veredelung des Goldmaterials zu sehen sind. Der bequeme Saumpfad des Quarazza-Tals führt in kurzer Zeit zum Lago delle Fate und von dort weiter nach Borca.

Achtung: Die Route ist mit Fixseilen ausgestattet, um den Durchgang auf beiden Seiten zu erleichtern. Aufgrund ihrer Länge, des Schwierigkeitsgrades und der steilen Anstiege in den Abschnitten in der Nähe des Passes ist die Route nur für erfahrene Wanderer geeignet.

Informationsmaterial: Genoni.pdf
Link: CAI Varallo – 117, Passo della Miniera

Koordinaten des Interessenpunkts
Geografische Koordinaten
45.91, 8.038
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Details zur Route
Details zur Route
Startpunkt: Carcoforo (VC)
Zielpunkt: Passo della Miniera (Carcoforo, VC)
Länge: 4 km
Höhenunterschied: 1250 m
GEO-Themen: Georessourcen; Petrographie; Geomorphologie
Tafeln: 1 im Dorf
Zugehörige Museen und Besucherzentren:
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