Crevola–Varallo
Der Aufschluss zeigt, was sich normalerweise in einer Tiefe von etwa 15 km in der Erdkruste befindet, an der Kontaktstelle zwischen dem basischen Komplex und den Krustengesteinen, in die er eingedrungen ist. Diese stark verformten Gesteine mit chaotischen Falten und sogenannten „Boudinage“-Strukturen zeugen von einer Dehnung.
Die vom Basiskomplex freigesetzte intensive Wärme hat die Gesteine der Erdkruste teilweise zum Schmelzen gebracht, wodurch helle Bereiche (Neosom) entstanden sind, die sich mit dem ungeschmolzenen Rest der bereits vorhandenen, dunkleren Gesteine (Paläosom) vermischen. Die hellen Teile sind das Ergebnis der teilweisen Schmelze der Erdkruste und weisen eine granitische Zusammensetzung auf. Aus diesen nach oben gewanderten Schmelzen entstanden die Granite, die in der oberen Erdkruste zu finden sind, wie am Geostandort Agnona zu sehen ist, sowie der Ausbruch des Supervulkans.