Höhlen des Monte Fenera
Die Besonderheit des Monte Fenera liegt in seinen zahlreichen Höhlen, die im Laufe von Zehntausenden von Jahren von Lebewesen verschiedener Arten bewohnt wurden, darunter auch einige ausgestorbene Arten wieder Höhlenbär und das Merk-Nashorn. Die am Monte Fenera gefundenen Fundedes Neandertalers machen den Berg zur ältesten prähistorischen Fundstätte im Piemont. All dies ist untrennbar mit der geologischen Geschichte dieses Gebiets verbunden:
- Der Neandertaler und seine Artefakte wären hier nicht gefunden worden, wenn es diese Höhlen nicht gegeben hätte;
- Die Höhlen existieren, weil sich ein komplexes Karstsystem entwickeln konnte;
- Karsprozesse finden nur in bestimmten Gesteinsarten statt, vorwiegend in Karbonatgestein;
- Gesteine wie Kalkstein und Dolomit können sich unter bestimmten Umweltbedingungen bilden, nämlich auf Karbonatplattformen und in Korallenriffen;
- Die Erhaltung dieser Gesteine im Valsesia ist eine Folge der Tektonik der Region, nämlich jener Verwerfungen, die durch die Bewegung großer Gesteinsmassen dafür gesorgt haben, dass die Gesteine des alten, warmen Meeres aus dem Mesozoikum nicht vollständig durch Erosion abgetragen wurden, wie es in den angrenzenden Gebieten der Fall war.