Pian d’Arla
Von Pian d’Arla aus hat man entlang der Cadorna-Straße (am südlichen Ende der Straße, die den Monte Spalavera umrundet) einen umfassenden Blick auf die Monte-Zeda-Gruppe und die Scisti dei Laghi, die sich auf dem Weg zum südwestlichen Grat erstrecken.
Die Morphologie der Monte-Zeda-Gruppe spiegelt sowohl die Lithologie als auch die Entwicklung im Quartär wider: Der Wechsel von Orthogneis und Paragneis entspricht jeweils den Gipfeln und den Sätteln. Oberhalb der Höhe des Monte Spalavera (der höchsten Erhebung, die der Gletscher des Lago Maggiore erreichte) ist eine zerklüftete Morphologie zu beobachten, die aufperiglaziale Erosion zurückzuführen ist, bei der die kryoklastische Wirkung dominiert. Unterhalb dieser Höhe zeigt sich eine glatte Morphologie, diedurch die Abrasion des Gletschers geformt wurde, oder es sind präglaziale Erosionsprodukte an den nach Südwesten ausgerichteten Hängen erhalten geblieben, die vor dem Eis geschützt waren.
Blickt man zurück in Richtung See, so zeigt sich die typische Morphologie des Gebiets der „Scisti dei Laghi“: abgerundete Berge mit vereinzelten Felswänden, die den Orthogneis-Einschlüssen entsprechen, und tiefen Satteln, die den Schiefern entsprechen.