Speckstein aus dem Val Loana
Im Einzugsgebiet des Flusses Loana gibt es mehrere Aufschlüsse von Speckstein ( Talk- und Chloritschiefer), von denen einige in der Vergangenheit fürden Abbau genutzt wurden. Speckstein ist ein Gestein, das aufgrund seiner einfachen Bearbeitbarkeit zur Herstellung von Küchenutensilien (z. B. Töpfen), Geschirr, Skulpturen und Dekorationselementen (z. B. Kapitellen) verwendet wird. Entlang der Straße, die von Malesco nach Fondo Li Gabbi führt, ist ein Specksteinvorkommen zu sehen, das durch den Abbau die charakteristischen abgerundeten Formen aufweist (im lokalen Dialekt „ciapùgn“ genannt).
Der in diesem Gebiet vorkommende Speckstein (im Dialekt von Malesch „Leuzerie“) war und ist nach wie voreine wichtige geologische Ressource für die lokale Wirtschaft. Seine Nutzung – in der Antike zur Herstellung von Kunsthandwerk und in der Neuzeit zur Gestaltung geotouristischer Routen zur Aufwertung der Region – verdeutlicht die untrennbare Verbindung zwischen dem geologischen Untergrund und dem Leben der lokalen Gemeinschaften.
Die kulturellen Aspekte im Zusammenhang mit der Gewinnung dieses Gesteins und sein wissenschaftlicher Wert werden im geologischen Bereich des Ökomuseums für Tonstein und Steinmetze (Ed Leuzerie und di Scherpelit) in Malesco vorgestellt.
Hier ist der Link zum 3D-Modell der Geostätte, das vom Fachbereich für Geowissenschaften „A. Desio“ der Universität Mailand erstellt wurde.