Wallfahrtsort „Santuario delle Pietre Grosse“
Die Wallfahrtsstätte „Santuario delle Pietre Grosse“ hat ihren Namen von den zahlreichen Felsblöcken, die sich in der Nähe des Baches Riale, einem rechten Nebenfluss des Sesia, am Anfang der Straße befinden, die zum Pizzo und zur Meggiana-Hütte hinaufführt.
Wenn man den Hang hinter der Wallfahrtskirche genau betrachtet, fällt auf, wie zahlreich die Felsblöcke sind. Wenn man nämlich von der Wallfahrtskirche aus bergauf geht, stellt man fest, dass die Felsblöcke in großer Zahl vorhanden sind, bis sie in Form und Anzahl deutlich abnehmen, je näher man der Fahrstraße nach Meggiana kommt.
Die Felsblöcke bestehen aus eklogitischem Glimmerschiefer und Grünschiefer. Diese Felsblöcke, von denen einige sogar eine Größe von mehreren Dezametern erreichen, sind das Ergebnis eines gewaltigen Erdrutsches, der im 17. Jahrhundert den Nordosthang des letzten Abschnitts des Bergrückens betraf, der vom Monte Bò di Valsesia bis zum Pizzo verläuft und dann zum Talboden hin abfällt. Die Stelle, an der sich die Felsblöcke gelöst haben, ist heute nicht mehr eindeutig zu bestimmen, denn wenn der Erdrutsch – wie historische Dokumente belegen – im 17. Jahrhundert stattfand, ist bereits genügend Zeit vergangen, dass die Vegetation die Spuren verwischt hat. Man kann einen Bereich vermuten, in dem sich die Felsblöcke möglicherweise gelöst haben: 700 Meter oberhalb der Wallfahrtskirche, mit einer Breite von mindestens 300 Metern. In dem vermuteten Bereich ist die Neigung größer als in den angrenzenden Gebieten, was darauf hindeutet, dass dieser Bereich die Abbruchstelle der Felsblöcke darstellen könnte.