Erdrutsch am Pizzo Stagno
Der Erdrutsch am Pizzo Stagno ist eine geologische Stätte, an der sich die mit dem Erdrutschphänomen verbundenen geomorphologischen und vegetationsbezogenen Dynamiken nachvollziehen lassen, um so die Entwicklungsphasen der Landschaft zu erkunden.
Hier sind nämlich sowohl die Ablösungsnische des Erdrutsches, die an der Kontaktstelle zwischen verschiedenen Gesteinsarten entstanden ist, als auch das im Erdrutschkörper im Flussbett des Rio Stagno angesammelte Gesteinsmaterial gut zu erkennen. Das Geröllmaterial wurde durch das fließende Wasser, die Schwerkraft und Lawinen weiter transportiert, wodurch die talwärts gut sichtbare, fächerförmige Geröllablagerung entstand.
Betrachtet man nun den Fuß des vom Erdrutsch betroffenen Hangs, so erscheint die Vegetation im rechten Bereich gestört und relativ jung, was darauf hindeutet, dass sie unter bestimmten Bedingungen noch immer von Gerölllawinen und/oder Schneelawinen betroffen ist; der linke Bereich hingegen zeichnet sich durch eine weniger gestörte und ältere Vegetation aus, was auf eine derzeitige relative Stabilität hindeutet.